„Lobe den HERRN, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.“ Psalm 103, 2.4
Interessante Selbstgespräche setzen einen intelligenten Partner voraus…
David spricht hier mit seiner Seele (V. 1), ob das als Selbstgespräch gilt, weiß ich nicht. Jedenfalls will er sich ganz aktiv, sozusagen von außen und innen, daran erinnern, was Gott der Herr ihm Gutes getan hat (V. 2).
Und mit David darf auch ich mich erinnern. Viele kleine Einzelheiten kommen mir in den Sinn: knifflige Situationen, aus denen Gott mir herausgeholfen, Fehler, vor denen er mich bewahrt hat; schöne Begebenheiten, die mein Leben fröhlich machen, wundervolle Schöpfung, bei der mir das Herz aufgeht.
Aber bei weitem das Wichtigste: Gott hat mein Leben vom Verderben erlöst. Mein Leben – das gilt mir ganz persönlich, das ist nicht einfach eine allgemeine Feststellung. Jeder Mensch, der das wirklich glaubt, darf es für sich in Anspruch nehmen. Jesus Christus hat durch seinen Tod am Kreuz mein Verderben auf sich genommen und es ein für alle Mal abgewendet. Und durch seine Auferstehung gilt das nicht nur für mein Leben hier auf der Erde, sondern für immer und ewig.
Und als wäre das nicht schon genug, setzt Gott dem Ganzen noch ein Sahnehäubchen auf: er erbarmt sich meiner Fehler, jeden Tag neu (s. Klagelieder 3, 22 – 23) und schenkt mir viel mehr als ich brauche oder je verdienen könnte.
Nicht immer ist das Leben leicht. Oft müssen wir schwierige Umstände über lange Zeit aushalten, kaum ist ein Problem gelöst, kommen drei neue hinterher, wir spüren nicht viel von „Gnade und Barmherzigkeit“. Dann ist es gut, wie David mal ein Gespräch mit unserer Seele zu führen und uns daran zu erinnern, was Gott gesagt und schon so oft in unserem Leben getan hat. Und wenn uns eigene Erinnerungen gerade fehlen, dann haben wir doch immer noch Gottes Wort in der Bibel. Beispiele von Gottes Treue, seine Zusagen an seine Leute, Geschichten von sogenannten Helden – und ihren Schwachpunkten… All das kann uns helfen nicht zu vergessen, dass wir Gott nicht egal sind. Dass er uns unendlich liebt und bei uns sein wird bis ans Ende der Zeit (s. Matthäus 28, 20).
„Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (V. 1 – 2
Cornelia Letting
“Du hast Erbarmen und zertrittst all meine Schuld. Du hilfst mir auf in Deiner Treue und Geduld. Du nimmst mir meine Last, nichts ist für Dich zu schwer. Du wirfst all meine Sünden tief hinab ins Meer.
Wer ist ein Gott wie Du, der die Sünde verzeiht und das Unrecht vergibt? Wer ist ein Gott wie Du, nicht für immer bleibt Dein Zorn besteh’n, denn Du liebst es gnädig zu sein.“ (A. Frey) Amen.
Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

