„HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen.“ Psalm 9, 20
Haben wir manchmal das Gefühl, dafür sei es schon zu spät? Dass Gott aufsteht, damit nicht Menschen die Oberhand gewinnen?
Wenn man sich so umschaut in der Welt, kämpfen überall Menschen um Macht und Einfluss: Iran, Israel, USA, Sudan, Kongo, China, Russland…und ich könnte noch weitermachen.
Hier in Kenya sind nächstes Jahr Präsidentschaftswahlen – und schon jetzt beschimpfen sich die politischen Gegner unter aller Kanone und versprechen das Blaue vom Himmel herunter, damit sie nächstes Jahr gewählt werden. Von Gott ist dabei selten die Rede, höchstens, um ihn zum eigenen Zweck zu instrumentalisieren. Gewalt und Ausschreitungen werden früher oder später dazu kommen, und sie werden mit aller Macht von der jetzigen Regierung niedergeschlagen werden.
Auch persönlich fühlen wir uns manchmal anderen Menschen und ihren Machtspielen ausgeliefert. Mobbing, Ausgrenzung, Demütigung, Gleichgültigkeit, Aggression, psychische und physische Gewalt…auch hier könnte ich endlos fortfahren.
Aber sind wir dem wirklich hoffnungslos ausgeliefert? Zieht uns die Spirale dieser Entwicklungen immer weiter runter, bis am Ende nichts übrigbleibt?
Täuschen wir uns nicht, Gott schläft nicht: „Der HERR … herrscht in Ewigkeit, von seinem Thron aus hält er Gericht. Er wird die Welt gerecht richten und in Gerechtigkeit über die Völker herrschen. Die Unterdrückten finden beim HERRN Zuflucht. In schweren Zeiten beschützt er sie. Die deinen Namen kennen, vertrauen auf dich, denn du, HERR, verlässt keinen, der dich sucht.“ (V 8 – 11, Neues Leben; kursiv von mir)
Machen wir’s wie David, von dem dieser Psalm stammt. Hängen wir uns an Gott und lassen wir uns von ihm durch die schweren Zeiten helfen. Konzentrieren wir uns darauf, Gott zu loben für das, was er schon getan hat. Das hilft uns, darauf zu vertrauen, dass er uns auch weiterhin nicht im Stich lassen wird: „HERR, ich will dir von ganzem Herzen danken und von deinen Wundern erzählen. Ich will mich über dich freuen und deinen Namen loben, du Höchster.“ (V. 2 – 3, NL)
Cornelia Letting
Himmlischer Vater, allmächtiger, gerechter, liebevoller und gnädiger Gott, >ich vertraue auf Deine Gnade. Ich freue mich, dass Du mich retten wirst. Ich will Dir ein Loblied singen, weil Du so gut zu mir warst. < (vgl. Psalm 13) Amen.
Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

