
Die Konfirmation
Konfirmation heißt Bestärkung
An der Schwelle zum Erwachsenwerden erfahren junge Menschen Bestärkung. In der Taufe hat der dreieinige Gott zu ihnen Ja gesagt. Nun kommt es auf ihr eigenes Ja an. Sie sprechen das Bekenntnis selbst, das einst Eltern und Paten für sie gesprochen haben. Konfirmandinnen und Konfirmanden sollen mündig und selbständig werden, Gemeinschaft und Begleitung erleben, Segen, Annahme und Stärkung erfahren. Das Wissen darum, dass Jesus Christus mich und mein Leben begleitet, kann gerade in der Zeit des Fragens nach sich selbst helfen, den Weg zu mir selbst zu finden.
Zugang zum Abendmahl
Die Feier des Abendmahls bildet einen Höhepunkt der Konfirmation. Durch die Eröffnung der selbständigen Teilnahme am Abendmahl bei der Konfirmation werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden als Mitglieder der Gemeinde bestätigt und auf dem Weg ihres Glaubens gestärkt. Damit ist die Einladung ausgesprochen, immer wieder zum Tisch des Herrn zu gehen, um die Gemeinschaft mit Christus und untereinander zu erfahren.
Rechte durch die Konfirmation
In der Konfirmation werden junge Menschen als Mitglieder der Gemeinde bestätigt. Sie können und sollen regelmäßig am Gemeindeleben teilnehmen. Sie können das Patenamt übernehmen und sich aktiv an den Kirchenvorstandswahlen beteiligen. Nach staatlichem Recht steht Jugendlichen nach Vollendung des 14. Lebensjahres selbst die Entscheidung darüber zu, zu welchem religiösen Bekenntnis sie sich halten wollen.
Konfirmandenkurs
Um unsere Jugendlichen auf die Konfirmation vorzubereiten, bieten die Kirchengemeinden Illertissen und Vöhringen jedes Jahr einen gemeinsamen Konfi-Kurs an. Die Kurse starten meist Ende Juni/Anfang Juli und enden mit der Konfirmation im Mai des darauffolgenden Jahres.
Der Kurs besteht aus acht bis neun Treffen am Samstagvormittag (9.00 bis 13.00 Uhr). Jedes Treffen dreht sich um einen wichtigen Baustein unseres christlichen Glaubens, z.B. die Taufe, das Gebet oder das Abendmahl. Dabei geht es nicht um reine Wissensvermittlung. Es geht immer um die Bedeutung für das eigene Leben und den eigenen Glauben. Die Treffen werden von Jugendlichen, die als Teamer mithelfen, gemeinsam mit Diakonin Bodroski sowie Pfarrer Teuffel und Pfarrer Städtler vorbereitet und durchgeführt.
Zu den Treffen am Samstag kommt noch eine Freizeit dazu. Jeden Herbst fahren wir gemeinsam für ein Wochenende weg, z.B. auf die Kahlrückenalpe. Auch dort befassen wir uns wieder mit einem wichtigen Thema unseres Glaubens, stärken aber auch unsere Gemeinschaft durch gemeinsame Aktionen.
Um »Ja« zu unserer Gemeinde sagen zu können, muss man zuvor unsere Gemeinde kennen. Darum gehört zum Konfi-Kurs auch die Teilnahme an Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen dazu. Hier haben die Jugendlichen die Freiheit, das zu besuchen, was sie interessiert. Dazu gibt es das Stempel-System: Für jede Veranstaltung, die besucht wird, gibt es einen oder mehrere Stempel in ihr Stempelheft. Wir schreiben nicht vor, welche Veranstaltungen besucht werden müssen, legen aber eine Mindestanzahl an Stempeln fest, die bis zur Konfirmation gesammelt werden müssen.
Taufe Jugendlicher
Jugendliche, die nicht getauft sind, können an der Konfirmandenarbeit teilnehmen. Wollen sie getauft werden, kann dies während der Konfirmandenzeit oder bei der Konfirmation selbst geschehen. Dadurch wird die Verbindung von Taufe und Konfirmation besonders deutlich. Zwar sind bei der Taufe von Jugendlichen Paten nicht notwendig, aber es ist schön, wenn sie ihnen als Wegbegleiter zur Seite stehen.
Einladung und Anmeldung
Unsere Kirchengemeinde schreibt jugendliche Gemeindeglieder im fälligen Alter gesondert an und lädt sie nach den Pfingstferien zum Konfirmandenkurs ein. Nichtgetaufte Jugendliche melden sich eigenständig beim Pfarramt oder unter: Online-Anmeldeformular an.
Konfirmationshandlung
Die Konfirmation findet im Rahmen eines Sonntagsgottesdienstes vor Pfingsten statt. Die eigentliche Konfirmationshandlung umfasst die Elemente:
Tauferinnerung – Apostolisches Glaubensbekenntnis (KonfirmandInnen zusammen mit der Gemeinde) – Frage an die KonfirmandInnen bzw. Erklärung- Bitte um den Heiligen Geist – Segensgebet – Segnung.
Bei der Segnung treten die KonfirmandInnen einzeln, zu zweit oder in Gruppen vor den Altar hin und knien nieder. Der Pfarrer legt jeder/jedem KonfirmandIn einzeln oder je zweien die Hände auf und spricht dabei Segensworte, z.B. „Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist gebe dir seine Gnade: Schutz und Schirm vor allem Bösen. Stärke und Hilfe zu allem Guten, dass du bewahrt wirst zum ewigen Leben. Friede sei mit dir.“
Im Anschluss daran feiern die konfirmierten Jugendlichen das Abendmahl.
Konfirmationssprüche
Während der Konfirmation wird den Konfirmanden ein persönlicher Konfirmationsspruch aus der Bibel zugesprochen, der sie in besonderer Weise auf ihrem Lebensweg begleiten soll. Der Spruch kann selbst ausgewählt werden.
Hier findest du eine Auswahl an Konfirmationssprüchen.
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