„Krone des Lebens“ – Impulse in der Woche, die zusagen und herausfordern – 5. Februar 2023

Basierend auf den Herrnhuter Losungen soll ein biblisches Wort uns einen neuen Impuls geben:

Sonntag,5. Februar

Am Glückstag erfreue dich deines Glücks und am Unglückstag sieh ein: Auch diesen hat Gott geschaffen, genau wie jenen, sodass der Mensch von dem, was nach ihm kommt, gar nichts herausfinden kann. Prediger 7,14

In Buchhandlungen finden sich in einem der Regale die Ratgeber-Bücher, die zu einem glücklichen Leben anleiten wollen. Und im Internet werben Persönlichkeitstrainer für ein „Life-Coaching“ zum eigenen Glücklich-Sein. Wenn es nur so einfach wäre, dass wir selbst mit der richtigen Lebenshaltung und den eigenen Entscheidungen und Handlungen dauerhaft glücklich werden könnten. Mitunter sind Glück und Unglück tagesverschieden. Wie oft kann man für das, was einem widerfährt oder zugefügt wird, nichts dafür.

Man muss es eben nehmen wie es kommt, heißt es, oder mit den Worten des antiken Dichters Archilochos von Paros: „Über Frohes freue dich und im Unglück kränke dich nicht zu sehr. Versteh’ den Rhythmus, der den Menschen hebt und senkt.“ Der Prediger (auch Kohelet genannt) lässt keinen Schicksalsrhythmus gelten. Unsere Lebenstage – egal ob Glücks- oder Unglückstage – hat Gott für uns so bewirkt. Und wir können Gott gegenüber nicht herausfinden, was er für uns noch alles vorgesehen hat.

Und doch müssen wir Unglückstage oder schlechte Zeiten nicht einfach hinnehmen. Denn Gott steht durch seinen Sohn Jesus Christus bei uns im Wort: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ (Matthäus 7,7) Jederzeit dürfen, ja müssen wir ihm im Gebet angehen. Eine schwäbische Frau hat aus ihrer Lebenserfahrung folgende Worte gefunden: „Du Gott, Du hast mir so viele Bengel (Knüppel) in den Weg geworfen. Jetzt gib mir auch die Stiefel, damit ich darübersteigen kann.“

Jochen Teuffel

HERR, unser Gott, Dein Urteil steht über unserem Leben. Was wir selbst sehen und urteilen, wird Dir nicht gerecht. Ziehe uns in Deine Barmherzigkeit hinein, umhülle uns mit Deiner Güte, damit auch wir gütig werden und anderen gönnen, was Du ihnen schenkst. Durch Jesus Christus, Deinen Sohn, uns Freudenmeister auf Ewigkeit. Amen.

Als heutige Bibellese ist Psalm 62 vorgesehen.

Zum Abschluss das Lied „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ (EG 372) zum Anhören und Mitsingen.

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Veröffentlicht in Tagesimpulse.