Vöhringen, 4. April 2026
Liebe Mitchristen in der Gemeinde,
„Fürchtet euch nicht!“ Diese drei Worte tragen die Osterbotschaft mitten in unser Leben hinein. Sie sagen nicht: Alles wird leicht und ohne Sorge bleiben. Sie sagen: Was auch kommt, ihr könnt standhalten. Am leeren Grab in Jerusalem beginnt diese Gewissheit. Der Stein ist weggewälzt, der Tod hat nicht das letzte Wort. Die erschrockenen Frauen hören die Botschaft des Engels: „Er ist nicht hier; er ist auferstanden.“ Inmitten von Angst wächst Hoffnung.
Fürchtet euch nicht – das heißt auch: Bleibt nicht stehen bei dem, was war. Sucht den Lebenden nicht im Grab der Vergangenheit. Jesus Christus ist nicht festzuhalten in Erinnerungen oder im Gestern. Er begegnet neu auf dem Weg, so wie den Frauen, die ihm lebendig gegenüberstehen. Ostern ruft heraus aus dem Stillstand hinein in Bewegung, hinein in das Vertrauen, dass Gott Leben schafft, wo wir nur Grenzen sehen.
Fürchtet euch nicht! Diese Zusage gilt uns heute. Der Weg nach „Galiläa“ liegt vor uns – ein Weg des Glaubens durch Unsicherheiten, über Berge und durch Täler. Doch wir gehen ihn nicht allein. Der Auferstandene geht uns voran und schenkt die Lebenskraft, die wir für das Weiterkommen brauchen.
So bete ich:Herr Jesus Christus, öffne die Augen unseres Herzens, dass wir dich erkennen auf unserem Lebensweg. Löse uns aus dem, was uns festhält – in der Vergangenheit, in Zweifel und in Sorge. Begleite uns mit deinem Frieden und bewahre unsere Herzen in dir – heute und alle Tage. Amen.
Heute Abend feiern wir um 21.30 Uhr die Osternacht mit Abendmahl in der Martin-Luther-Kirche. Er ist auch für Familien geeignet. Morgen feiern wir um 10.00 Uhr den Ostergottesdienst mit Abendmahl in unserer Kirche. Ich werde über 1. Korinther 15,19-28 – „Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod“ – predigen.
Der Gott,
der Jesus von den Toten auferweckt hat,
segne euch diesen Tag.
Er stelle euch ins Licht seiner Ewigkeit
und leite euch auf rechtem Weg.
Er lasse sein Angesicht leuchten über euch
und sei euch gnädig zugeneigt,
Er wende euch sein Angesicht zu
und schenke Euch Frieden.
Amen.

Euer Jochen Teuffel
Pfarrer

