Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 11. Oktober

Vöhringen, 10. Oktober 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, Lebensträume begleiten uns. Wir hoffen auf Glück, Erfolg und ein erfülltes Leben. Doch mit dem Tod enden auch die eigenen Pläne. Anders ist es mit dem Traum, den Jakob auf seiner Flucht empfängt (1. Mose 28,10–19). Er ist nicht auf der Suche nach einer großen Zukunft, […]

Sonntagsbrief an die Gemeinde zu Erntedank, 4. Oktober

Vöhringen, 3. Oktober 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, Im Herbst gehen viele in den Wald, auf der Suche nach Pilzen – und kommen oft mit leeren Körben zurück. Trotz Regen und Wärme scheint nichts gewachsen zu sein. Und dann, ganz plötzlich, ein paar Tage später: wie Pilze aus dem Boden, reichlich, frisch, unerwartet. So […]

Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 27. September

Vöhringen, 26. September 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, zwei israelitische Kundschafter kommen heimlich nach Jericho und finden Unterkunft bei Rahab, einer alleinstehenden Frau, die in der Stadt misstrauisch beobachtet wird (Josua 2,1–21). So erreicht sie die Nachricht des Königs: Liefere die Männer aus! Doch Rahab tut das Gegenteil. Sie versteckt die Männer, täuscht die […]

Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 20. September

Vöhringen, 19. September 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, soll man andere Menschen zum christlichen Glauben bekehren? Die Geschichte von der Bekehrung des Saulus in Apostelgeschichte 9 scheint dies nahezulegen. Jedoch gerade sie zeigt uns das Gegenteil: Saulus war zuvor selbst ein Zwangsbekehrer. Er wollte die Anhänger Jesu gefangen nehmen und sie zum vermeintlich richtigen […]

Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 13. September

Vöhringen, 12. September 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, Gib uns stärkeren Glauben!“, bitten die Jünger Jesus (Lukas 17,5–6). Mit den Jahren scheint mancher Glaube kleiner zu werden. Kinderglaube trägt nicht mehr, Zweifel wachsen, Schicksalsschläge erschüttern, Gebete bleiben unerhört. Dann wünschen wir uns einen Glauben, der stark genug ist, allem Lebenswidrigem standzuhalten. Doch Jesus antwortet […]

Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 6. September

Vöhringen, 5. September 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, Die Straßen in Nordostindien sind für uns Deutsche eine Zumutung. Auf dem National Highway – vergleichbar mit unseren Bundesstraßen – sind Fußgänger, Radfahrer, Autorikschas, LKWs und Autos gleichzeitig unterwegs. In der Fahrbahnmitte stehen Kühe oder sitzen Ziegen, dazu tauchen unvermittelt Schlaglöcher auf, denen ausgewichen werden muss. […]

Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 30. August

Vöhringen, 29. August 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, So kann sich Einsamkeit anfühlen, wenn es in Psalm 102 heißt: „Ich bin wie eine Eule in der Wüste, wie ein Käuzchen in zerstörten Städten. Ich wache und klage wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.“ (V. 7–8). In einer Gesellschaft, die Individualität und Selbstverwirklichung betont, […]

Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 23. August

Vöhringen, 22. August 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, Die Dürre dieses Sommers steht uns vor Augen: Felder, Bäume und Gärten zeigen sich hitzeversehrt. Wir möchten gern glauben, es sei ein Ausnahmejahr. Aber die Sorge wächst, dass die Erderwärmung künftig Jahr für Jahr kaum erträgliche Hitze- und Dürrezeiten bescheren wird. Worte beim Propheten Jeremia drängen […]

Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 16. August

Vöhringen, 15. August 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, Gefesselt – kein aufrechter Gang, kein freier Blick, achtzehn Jahre lang. Eine Frau, gefangen in ihrem Körper, wie so viele heute: im Krankenhausbett, im Pflegeheim, im Rollstuhl. Chronisch krank. Zurückgezogen. Festgehalten von Schmerzen, die kaum Bewegungen zulassen. Doch ihre Geschichte endet nicht im Gefängnis der Gebrechlichkeit. […]

Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 9. August

Vöhringen, 8. August 2026 Liebe Mitchristen in der Gemeinde, „Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang“ – so haben wir den sechsten Vers von Psalm 23 im Ohr. Doch im Hebräischen steht ein stärkeres Wort: Güte und Gnade werden mich verfolgen (jirdefuni). Gottes Gnade bleibt also nicht auf Abstand. Sie läuft nicht hinterher, […]