Vöhringen, 30. Dezember 2025
Liebe Mitchristen in der Gemeinde,
seht ihr sie – die Wolken- und Feuersäule am Horizont? Für Israel war sie Gottes Wegweiser durch die Wüste, sichtbar Tag und Nacht, beweglich, führend, vorangehend (2. Mose 13,20-22). Auch wenn wir heute am Ende dieses Jahres keine sichtbare Säule vor uns haben, so wissen wir: Gott sieht vor. Er führt uns durch Zeiten der Unsicherheit, durch eigene Irrwege und Enttäuschungen hindurch und aus Sackgassen heraus. Oft geschieht scheinbar von selbst oder durch Menschen, die uns unterstützen. Wer sich dem dreieinigen Gott anvertraut, erkennt, dass das eigene Leben – jeder Atemzug, jede Begegnung, Freude und Leid – in seinem Blick steht. So heißt es in Psalm 139: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir … alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten.“
Wenn wir auf 2025 zurückblicken, zeigt sich einiges, was uns gelungen ist. Manches mag schwer auf uns liegen. Ein ganzes Jahr – im göttlichen Augenschein ist es mehr als eine Sammlung von Momenten, mehr als Zufall und Wirrwarr. Es fügt sich so, dass neue Schritte für uns möglich werden.
Dankbarkeit und Vergebung öffnen unsere Hände und Seelen für das Neue. Und wir blicken voraus: Nicht die Wolken- und Feuersäule führt uns, sondern Christus selbst. Er, der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist, geht voran. Auf sein Geleit vertrauen wir, wenn wir das neue Jahr 2026 beginnen.
So bete ich: Himmlischer Vater, Du unser Gott, Du siehst über die Zeiten hinweg und hältst doch unser Leben im Blick. Mache das neue Jahr zum Jahr des Herrn, damit wir uns in seinem Namen wiederfinden – Jesus, der Christus, den Du uns zur Weisheit gemacht hast, zur Gerechtigkeit und Heiligung und Erlösung. Amen.
Morgen, Mittwoch, 31. Dezember, feiern wir um 16.00 Uhr den Abendmahlsgottesdienst zum Altjahresabend in der Martin-Luther-Kirche. Ich predige über Hebräer 13,8.
Der HERR segne euch das kommende Jahr.
Er treffe euer Herz mit seinem Wort
und bewahre euch vor Unheil und Missmut.
Er fülle eure Häuser und Familien
mit seinem Frieden.
Amen.


Euer Jochen Teuffel
Pfarrer

