Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 12. April

Vöhringen, 11. April 2026

Liebe Mitchristen in der Gemeinde,

Was habe ich von meinem Glauben? Diese Frage stellen sich viele. Oft wird eigener Glaube als Selbstvertrauen verstanden, als Kraftquelle für den Alltag. Doch dieser Glaube hat Grenzen und reicht nur so weit wie wir selbst können. „Jesus Christus habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht.“ (1.Petrus 1,8) Der Apostel weist auf einen anderen Glauben hin: einen, der über uns hinausgeht. Er stärkt nicht nur, sondern rettet. Er gründet nicht in uns, sondern in der Auferstehung Jesu Christi – und in einer Hoffnung, die größer ist als alles Sichtbare.

Der Osterglaube hält daran fest, dass Leid, Schuld und Tod nicht das letzte Wort haben. Gerade weil wir die Brüche dieser Welt sehen, brauchen wir mehr als Optimismus. Wir glauben, weil wir uns nicht damit abfinden, dass alles beim Alten bleibt und doch vergeht. Petrus macht deutlich: Unser Glaube wird geprüft wie Gold im Feuer. Zweifel und Anfechtungen gehören dazu. Doch darin wächst ein Vertrauen, das trägt – auch ohne zu sehen.

Jesu Wort in unserem Ohr: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (Johannes 20,29) Gott hat uns in Jesus eine neue Wirklichkeit eröffnet. Seine Auferstehung ist ihr Anfang. Darauf hoffen wir: dass unser Leben nicht im Vergänglichen endet, sondern in Gottes Gegenwart vollendet wird. Das ist das Ziel unseres Glaubens – unsere Rettung.

So bete ich:Himmlischer Vater, Du unser Gott, Du hast deinen Sohn von den Toten auferweckt. Dein Wort in unserem Ohr – so schenkst Du Glauben wider den Zweifel. Dein Geist lichte unsere Herzen, dass wir uns wiederfinden, als neugeborene Gotteskinder mit Jesus Christus bei Dir. Amen.

Morgen feiern wir um 10.00 Uhr den Singgottesdienst mit Projektchor in unserer Martin-Luther-Kirche. „Meine Hoffnung lebt!“ Ich werde über Jesaja 40,26-31 – „die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler“ – predigen.

Der für kommenden Samstag, 18.4, angesetzte Kirchgang in Vöhringen muss auf Samstag, 2. Mai, 10 Uhr, verlegt werden.

Der HERR segne dich und behüte dich –
mit Leib und Seele
in seiner wunderbaren Schöpfung.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig –
Jesu Auferstehung dein Lebenslicht.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden –
sein Geist mit Dir Tag und Nacht.

So führe der dreieinige Gott
dich in seine Ewigkeit,
+ der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Euer Jochen Teuffel
Pfarrer

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