Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 23. März

Vöhringen, 22. März 2025

Liebe Mitchristen in der Gemeinde,

„Früher, ja früher, da gab es noch in unserer Kirche …, da waren die Gottesdienste …“ Wo Erinnerungen an früher aufkommen, leuchten bei manchen die eigenen Augen oder aber es kommt Wehmut auf. Sich zurückerinnern ist nicht verkehrt, solange man nicht glaubt, es können vergangene Zeiten wiederhergestellt werden.

Wird ein Rückblick zur nostalgischen Rückschau, verliert sich die gebotene Ausrichtung auf die Zukunft. Sinnfällig spricht dies Jesus an: „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ (Lukas 9,62) Wer beim Pflügen zurückschaut, kann keine gerade Ackerfurche ziehen und damit auch nicht richtig aussäen. Um eine gerade Furche zu ziehen, muss man nach vorne schauen und dabei die bereits gezogene Furche daneben im Blick behalten. So fügen sich auf dem Acker Furche an Furche.

Jesus fordert uns heute in seiner Kirche heraus: Lasst euch nicht von der Vergangenheit gefangen setzen. Nicht das Alte, was hinter uns liegt, sondern das Neue, das Jesus für uns vorgesehen hat, gilt es anzugehen. Jesus hat eine Lebensbotschaft für alle Menschen, die wir durch eigene Worte und Taten zu anderen bringen sollen. Wer mit dieser Botschaft auf seine Mitmenschen zugeht, entdeckt, dass Christus jeden seiner Schritte mitgeht.

So bete ich: HERR Gott, Quelle allen Lichts, Du siehst durch das hindurch, was uns dunkel ist. Du hältst uns in Deiner Geduld, wo uns die eigene Kraft fehlt. Du liebst immer noch, wo wir mit anderen schon längst fertig sind. Schenke uns Deinen Geist, dass wir Dir glauben, wo wir selbst nicht weitersehen, dass wir hoffen, wo Zweifel aufkommen, dass wir lieben, wo es nichts zu gewinnen gibt. Durch Jesus Christus, Anfänger und Vollender des Glaubens. Amen.

Am morgigen Sonntag, 23. März, feiern wir in der Martin-Luther-Kirche um 10.00 Uhr den Wort-Gottesdienst mit Diakonin Lara Bodroski. Ich selbst werde beim Ordinationsgottesdienst unseres bisherigen Vikars Sebastian Ziegler mitwirken. Wer ihn an seiner neuen Wirkungsstätte erleben möchte, ist um 10 Uhr in die evangelische Johannes-Kirche in Mindelheim herzlich eingeladen.

Am morgigen Sonntag verabschieden wir um 16 Uhr im Gottesdienst in der Auferstehungskirche in Senden Pfarrer Martin Richter, der in den Ruhestand tritt.

Gott segne euch und behüte euch. Er bewahre euch vor allen Irrwegen und festige eure Herzen in seiner Liebe.

Euer Jochen Teuffel
Pfarrer

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