Sonntagsbrief an die Gemeinde zum 29. März

Vöhringen, 28. März 2026

Liebe Mitchristen in der Gemeinde,

Das Auge sieht sich niemals satt, und das Ohr hört sich niemals voll“ (Prediger 1,8). Wie wahr diese Worte sind. Noch nie konnten Menschen so viele Bilder sehen wie heute. Ein Wisch auf dem Handy – und schon erscheint das nächste Bild, das nächste Video. Im ständigen Weiterschauen kann etwas verloren gehen: die Fähigkeit, wirklich hinzusehen, wahrzunehmen und gegenwärtig zu sein. Vielleicht müssen wir neu lernen, uns satt zu sehen – nicht im Sinn von immer mehr, sondern im Sinn eines verweilenden Blicks.

Damit hat auch unser Glaube zu tun. Glaube bedeutet nicht, immer mehr zu sehen, sondern zu vertrauen. „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hebräer 11,1). Das ist kein blinder Glaube; Gott hat uns sehende Augen und hörende Ohren gegeben (Sprüche 20,12) und lädt uns ein, sie bewusst zu gebrauchen.

Im aufmerksamen Sehen kann sich Gottes Wirken zeigen. Paulus betet: „Gott erleuchte die Augen eures Herzens“ (Epheser 1,18). Das sind Augen, die mehr sehen als flüchtige Bilder – Augen, die Gottes Gegenwart im Alltag erahnen. In Jesus Christus hat Gott längst für unser Heil gesorgt. Wer so sieht, darf verweilen – und sich satt sehen an Gottes Gnade.

So bete ich:Herr, unser Gott, öffne die Augen unseres Herzens. Schenke uns einen wachen Blick für dein Wirken im Alltag. Bewahre uns vor oberflächlichem Sehen und lehre uns, bei dir zu verweilen. Stärke unser Vertrauen, auch dort, wo wir nicht sehen. Durch Jesus Christus. Amen.

Morgen, Sonntag, 29. März, feiern wir um 10.00 Uhr (Sommerzeit!) den Gottesdienst zu Palmarum in der Martin-Luther-Kirche. Ich werde über Jesu Salbung in Bethanien (Markus 14,3-9) predigen.

Am zu Gründonnerstag, 2. April feiern wir um 15 Uhr das Tischabendmahl im Gemeindehaus.

An Karfreitag, 3. April, feiern wir den Gottesdienst mit Abendmahl und Beichte um 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche. Ich werde zu 2.Korinther 5,19-21 predigen.

Der Osternachtgottesdienst mit Abendmahl beginnt an Karsamstag um 21.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche. Er ist auch für Familien geeignet.

Der HERR segne Dich –
mit den Armen seines Sohnes sei er dir zugewandt;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir –
auch in der Finsternis des Todes;
der HERR schenke dir Frieden –
aus der Hingabe seines Sohnes.

Euer Jochen Teuffel
Pfarrer

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