Vöhringen, 7. März 2026
Liebe Mitchristen in der Gemeinde,
„Ich kann nicht mehr. Ich geb’ auf. Ich will nicht mehr.“ Solche Sätze sind uns vertraut. Wir kennen Situationen, in denen einem alles zu viel wird. So ergeht es dem Propheten Elia. Eben noch stand er mutig vor König Ahab und Isebel, erlebte auf dem Karmel Gottes Feuer und den ersehnten Regen – ein gewaltiger Sieg. Doch dann die Drohung Isebels – und Elia flieht in die Wüste. Unter dem Ginster bricht es aus ihm heraus: „Es ist genug, Herr.“ Der große Gottesmann ist ausgebrannt, lebensmüde, am Ende seiner Kraft.
Aber Gott gibt ihn nicht preis. Eine Engelsberührung und ein schlichtes Wort: „Steh auf und iss.“ Brot und Wasser in der Wüste – mehr nicht. Gott beginnt bei dem, was Elia jetzt braucht: Kraft für Leib und Seele. Und als Elia wieder einschläft, kommt der Engel ein zweites Mal. Geduldig: „Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“ Gott widerspricht der Verzweiflung. Er sieht weiter als Elia. Am Horeb wartet eine neue Begegnung.
Diese Botschaft gilt auch uns. Wo wir erschöpft sind, wo Nachrichten von Leid uns niederdrücken und Zukunft Angst macht, spricht Gott: „Steh auf und iss.“ Er stärkt uns – im Brot, im Wort, in der Gemeinschaft. Nicht weil der Weg leicht wäre, sondern weil er mit uns geht. Vierzig Tage und Nächte – wie eine Einladung, auf Ostern zuzugehen, auf dem Weg, der durch Leiden zum Leben führt. Darum: Gib nicht auf. Gott hat noch einen Weg mit dir.
Steh auf und iss.
So bete ich: HERR Gott, Quelle allen Lichts, Du siehst, was uns dunkel ist, und trägst uns in Deiner Geduld. Schenke uns Deinen Geist, dass wir glauben, hoffen und lieben – auch dort, wo wir nicht weitersehen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn, Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Amen.
Morgen, Sonntag, 8. März, feiern wir um 10.00 Uhr den Wortgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche. Ich werde über Lukas 9,57-62 – Folge mir nach! – predigen. Morgen, Sonntag, 8. März, feiern wir um 10.00 Uhr den Wortgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche. Ich werde über Lukas 9,57-62 – Folge mir nach! – predigen. Im Gottesdienst werden wir zum ersten Mal das Lied „Kreuz, auf das ich schaue“ (EG.E 22 bzw. GL 270) singen.
Am Mittwoch, 11. März, um 19:30 Uhr lädt die Kirchengemeinde Senden zum Informationsabend „Wie geht Sterben gut – über die richtige Sterbehilfe“ ins Paul-Gerhardt-Haus ein. Referieren werden Dr. Tabita Eckle vom Palliativ-Dienst Mittelschwaben und ich. Ebenfalls um 19.30 Uhr findet in unserer Kirche das gemeinsame Abendgebet statt.
Von Freitag, 13. auf Samstag, 14. März findet ab 18 Uhr die Church-Night für Jugendliche mit Gottesdienst und Nachtprogramm in der Christuskirche bzw. dem Jochen-Klepper-Haus in Illertissen statt.
Der dreieinige Gott segne euch und lenke eure Tage in seinem Frieden. Er führe euch auf lichtem Weg und festige eure Herzen in seiner Liebe. Amen.

Euer Jochen Teuffel
Pfarrer

